Gesamtschule Klein Wanzleben

Von der Krippe bis zum Abschluss

Die Stärkung der Selbstwirksamkeit und die Übernahme von Verantwortung für sich, die anderen Menschen, die Gesellschaft und die Natur sind die zentralen Ziele, die sich nicht auf unterschiedliche Phasen in der Entwicklung eines Kindes oder Jugendlichen aufteilen lassen. Sie dienen als demokratische Leitlinien unseres Lerndorfes für die Begleitung der Kinder und Jugendlichen auf Augenhöhe. Von der Krippe bis zum Abitur oder Lehrabschluss aus einem Guss.

Unsere Ziele

Subjekt - Subjekt - Beziehungen

Die Menschenrechte sind die Basis unserer Kultur. Sie gelten auch für Kinder und Jugendliche, für die sie in der Kinderrechtskonvention und der Behindertenrechtskonvention rechtlich verbindlich präzisiert worden sind. Die Reckahner Reflexionen präzisieren, was das für Kindergarten und Schule bedeutet. In unserem Lerndorf kennen alle diese Rechte und wissen, wie man mit Fehlverhalten konstruktiv umgeht. Kinder und Jugendliche sind keine Objekte von Erziehung, sondern auf Augenhöhe agierende Subjekte.

Lernen ohne Angst

Angst erzeugt Stress und führt im Wesentlichen zu typischen Reaktionen wie Flucht, Einfrieren oder Kampf. Nur wenn sich alle Beteiligten wohlfühlen, ist nachhaltiges Lernen möglich. Diese Prämisse gilt für die gesamte Entwicklung eines Kindes oder Jugendlichen. Das berücksichtigen wir in allen Bereichen unseres Lerndorfes, indem wir alle Beziehungen unter dem Aspekt von Subjekt-Subjekt-Beziehungen gestalten. Das Ziel ist die wachsende Befähigung zum autonomen Lernen. In den Downloads finden Sie einen wichtigen Aufsatz dazu von Peter Fratton.

Unser Versprechen: In unserem Lerndorf muss niemand Angst haben. Nicht vor anderen Kindern und Jugendlichen, nicht vor Erwachsenen, nicht vor Anforderungen oder Bewertungen. Wir sind immer für die da, die aus welchen Gründen auch immer Angst empfinden.

Lernen analog & digital

Die Kinder und Jugendlichen, die unser Lerndorf besuchen, erwerben analoge Fertigkeiten und entwickeln ihre ganz persönlichen Lernwege. Selbstverständlich werden auch digitale Werkzeuge genutzt, wenn sie sinnvoll sind. Chancen und Risiken von Digitalität sollen bewusst gemacht werden, damit die Kinder und Jugendlichen Digitalität gestalten können und ihr nicht ausgeliefert sind. Eine Verknüpfung von kognitiven (kritisches & kreatives Denken) mit sozialen (Selbstwirksamkeit &Verantwortungsübernahme) und praktischen Fähigkeiten (Umgang mit digitalen Instrumenten) ist kennzeichnend für eine andere Aufgaben- und Prüfungskultur. Der Anteil der Nutzung digitaler Medien nimmt von der Grundstufe bis zu den Abschlussklassen der Gesamtschule kontinuierlich zu. Auch die souveräne Nutzung und das Verständnis von KI wird eine wichtige Rolle spielen.

21st century skills

Es ist wichtig, Wissen zu vermitteln, aber mindestens ebenso bedeutsam ist, dieses Wissen in Handeln umzusetzen. Wir wissen zwar vieles, tun aber zu wenig. Die OECD benennt in ihrem Lernkompass entscheidende Notwendigkeiten für eine zeitgemäße Bildung.

Die Vermittlung von Wissen, Werten, Skills und Haltungen ist ebenso wichtig wie die Entwicklung von Student Agency und Transformationskompetenzen. Die Schaffung neuer Werte, der Ausgleich von Dilemmata und Spannungen und die Verantwortungsübernahme für das eigene Handeln sind die wesentlichen Fähigkeiten, die Kinder und Jugendliche für die Zukunft brauchen. Übergeordnetes Ziel ist das Wohlbefinden aller. In Grund- und Gesamtschule.

Arbeit & Studium

Das deutsche Bildungssystem ist sehr stark auf das Abitur und das Studium ausgerichtet. Wer das nicht erreicht, gilt eher als nicht erfolgreich. Ein Blick in die Gesellschaft zeigt ein viel komplexeres Spektrum des Zusammenwirkens der Menschen mit unterschiedlichsten Fähigkeiten.

Wir wollen in unserer gesamten Arbeit den Kindern und Jugendlichen die Wege ermöglichen, die zu ihnen passen. Daher spielen neben den klassischen Schulthemen die frühzeitigen Erfahrungen mit handwerklichen Tätigkeiten in Werkstätten eine gleichrangige Rolle. Die Zusammenarbeit mit Betrieben der Umgebung und Berufsschulen soll idealerweise ermöglichen, dass die Jugendlichen sowohl das Abitur als auch eine Berufsausbildung in unserem Lerndorf machen können. Dabei eröffnen sich zukünftig noch Wege, die wir heute noch nicht kennen. Egal aber, für welchen Weg sich die Kinder entscheiden, in unserer Gesamtschule leben und arbeiten sie gemeinsam an Projekten und lernen sich so gegenseitig schätzen, bei aller Unterschiedlichkeit.

Unser Weg

Wir unterstützen Kinder in ihrer Entwicklung

Kinder haben in der Regel eine natürliche Lust am Lernen. Das ist auch notwendig, um zu überleben. Schon vor dem Kindergarten erwerben sie aus eigenem Antrieb äußerst komplexe Kompetenzen: Bindungen und Beziehungen aufzubauen, Körpersprache zu verstehen, zu krabbeln und zu laufen, zu sprechen, zu spielen und vieles andere mehr. Meist bestimmen sie dabei selbst ihren Lernrhythmus. Sie üben Bekanntes und stellen sich neuen Anforderungen. In ihrem eigenen Takt. In Krippe und Kindergarten kann diese Art zu lernen oft noch weitergeführt werden, ergänzt um die Erfahrungen der Gruppe. Je länger die Kinder aber in die Schule gehen, desto mehr verlieren sie in der Regel die Lust am Lernen, weil sie Anforderungen ausgesetzt sind, auf die sie immer weniger Einfluss haben oder deren Sinnhaftigkeit sich ihnen nicht erschließt. Die PISA-Ergebnisse Deutschlands sind die Folge. Unser Ziel ist es, die Lust am Lernen bis zum Abschluss der Gesamtschule aufrechtzuerhalten.

In unserem Lerndorf wollen wir die ursprüngliche Lernfreude der Kinder erhalten und mit den wirklich notwendigen gesellschaftlichen Anforderungen so verbinden, dass sich daraus eine starke Motivation für die Kinder ergibt. Diese Haltung zieht sich bis zur Oberstufe durch. Die Übergänge werden fließend an die individuellen Möglichkeiten der Kinder angepasst. Sie können die einzelnen Stufen schneller oder langsamer durchlaufen, dadurch werden Über- oder Unterforderungen vermieden. Unser Anspruch ist es, bis zum Abschluss der Schule die Lust am Lernen zu erhalten und immer wieder neu zu wecken, auch bei den Dingen, die auf den ersten Blick nicht so spannend sind. Die Hirnforschung bestätigt diesen Ansatz: Nur was mit Freude und ohne Angst gelernt wird, kann dauerhaft im Gedächtnis verfügbar sein.
Gute Hinweise bietet das Bildungsprogramm des Landes.

Krippe

Krippe

In der frühkindlichen Phase werden die Grundlagen für emotionales, körperliches, intellektuelles und gesundheitliches Wohlbefinden der Kinder gelegt. Was hier versäumt oder falsch gemacht wird, kann später nicht mehr oder nur sehr schwer ausgeglichen werden.

In unserer Krippe werden unsere Jüngsten in enger Zusammenarbeit mit ihren Eltern aufgenommen. Mit ihnen werden die zeitlichen Bedürfnisse wie auch die Bedingungen für eine ganzheitliche Unterstützung der Entwicklung jedes einzelnen Kindes abgestimmt. Sowohl in kognitiver, emotionaler, sozialer und körperlicher Hinsicht werden die Wünsche, die Möglichkeiten und die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und berücksichtigt. Eine Beratung der Eltern durch unsere Fachkräfte fördert die Sicherheit im Umgang mit den Kindern.

Je nach Entwicklungsstand des Kindes wird mit den Eltern der Übergang in die nächste Stufe abgesprochen und von den Erzieherinnen begleitet.

Krippe

Krippe

In der frühkindlichen Phase werden die Grundlagen für emotionales, körperliches, intellektuelles und gesundheitliches Wohlbefinden der Kinder gelegt. Was hier versäumt oder falsch gemacht wird, kann später nicht mehr oder nur sehr schwer ausgeglichen werden.

In unserer Krippe werden unsere Jüngsten in enger Zusammenarbeit mit ihren Eltern aufgenommen. Mit ihnen werden die zeitlichen Bedürfnisse wie auch die Bedingungen für eine ganzheitliche Unterstützung der Entwicklung jedes einzelnen Kindes abgestimmt. Sowohl in kognitiver, emotionaler, sozialer und körperlicher Hinsicht werden die Wünsche, die Möglichkeiten und die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und berücksichtigt. Eine Beratung der Eltern durch unsere Fachkräfte fördert die Sicherheit im Umgang mit den Kindern.

Je nach Entwicklungsstand des Kindes wird mit den Eltern der Übergang in die nächste Stufe abgesprochen und von den Erzieherinnen begleitet.

Krippe

Krippe

In der frühkindlichen Phase werden die Grundlagen für emotionales, körperliches, intellektuelles und gesundheitliches Wohlbefinden der Kinder gelegt. Was hier versäumt oder falsch gemacht wird, kann später nicht mehr oder nur sehr schwer ausgeglichen werden.

In unserer Krippe werden unsere Jüngsten in enger Zusammenarbeit mit ihren Eltern aufgenommen. Mit ihnen werden die zeitlichen Bedürfnisse wie auch die Bedingungen für eine ganzheitliche Unterstützung der Entwicklung jedes einzelnen Kindes abgestimmt. Sowohl in kognitiver, emotionaler, sozialer und körperlicher Hinsicht werden die Wünsche, die Möglichkeiten und die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und berücksichtigt. Eine Beratung der Eltern durch unsere Fachkräfte fördert die Sicherheit im Umgang mit den Kindern.

Je nach Entwicklungsstand des Kindes wird mit den Eltern der Übergang in die nächste Stufe abgesprochen und von den Erzieherinnen begleitet.

Krippe

Krippe

In der frühkindlichen Phase werden die Grundlagen für emotionales, körperliches, intellektuelles und gesundheitliches Wohlbefinden der Kinder gelegt. Was hier versäumt oder falsch gemacht wird, kann später nicht mehr oder nur sehr schwer ausgeglichen werden.

In unserer Krippe werden unsere Jüngsten in enger Zusammenarbeit mit ihren Eltern aufgenommen. Mit ihnen werden die zeitlichen Bedürfnisse wie auch die Bedingungen für eine ganzheitliche Unterstützung der Entwicklung jedes einzelnen Kindes abgestimmt. Sowohl in kognitiver, emotionaler, sozialer und körperlicher Hinsicht werden die Wünsche, die Möglichkeiten und die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und berücksichtigt. Eine Beratung der Eltern durch unsere Fachkräfte fördert die Sicherheit im Umgang mit den Kindern.

Je nach Entwicklungsstand des Kindes wird mit den Eltern der Übergang in die nächste Stufe abgesprochen und von den Erzieherinnen begleitet.

Krippe

Krippe

In der frühkindlichen Phase werden die Grundlagen für emotionales, körperliches, intellektuelles und gesundheitliches Wohlbefinden der Kinder gelegt. Was hier versäumt oder falsch gemacht wird, kann später nicht mehr oder nur sehr schwer ausgeglichen werden.

In unserer Krippe werden unsere Jüngsten in enger Zusammenarbeit mit ihren Eltern aufgenommen. Mit ihnen werden die zeitlichen Bedürfnisse wie auch die Bedingungen für eine ganzheitliche Unterstützung der Entwicklung jedes einzelnen Kindes abgestimmt. Sowohl in kognitiver, emotionaler, sozialer und körperlicher Hinsicht werden die Wünsche, die Möglichkeiten und die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und berücksichtigt. Eine Beratung der Eltern durch unsere Fachkräfte fördert die Sicherheit im Umgang mit den Kindern.

Je nach Entwicklungsstand des Kindes wird mit den Eltern der Übergang in die nächste Stufe abgesprochen und von den Erzieherinnen begleitet.

Krippe

Krippe

In der frühkindlichen Phase werden die Grundlagen für emotionales, körperliches, intellektuelles und gesundheitliches Wohlbefinden der Kinder gelegt. Was hier versäumt oder falsch gemacht wird, kann später nicht mehr oder nur sehr schwer ausgeglichen werden.

In unserer Krippe werden unsere Jüngsten in enger Zusammenarbeit mit ihren Eltern aufgenommen. Mit ihnen werden die zeitlichen Bedürfnisse wie auch die Bedingungen für eine ganzheitliche Unterstützung der Entwicklung jedes einzelnen Kindes abgestimmt. Sowohl in kognitiver, emotionaler, sozialer und körperlicher Hinsicht werden die Wünsche, die Möglichkeiten und die Bedürfnisse der Kinder wahrgenommen und berücksichtigt. Eine Beratung der Eltern durch unsere Fachkräfte fördert die Sicherheit im Umgang mit den Kindern.

Je nach Entwicklungsstand des Kindes wird mit den Eltern der Übergang in die nächste Stufe abgesprochen und von den Erzieherinnen begleitet.

ausgewählte Bausteine

Das Kind im Blick

Kinder & Jugendliche

Am Wohlbefinden unserer Kinder und Jugendlichen orientiert sich unsere Arbeit. Sie kennen ihre Rechte und haben Möglichkeiten, die Einhaltung dieser Rechte durchzusetzen. Sie sind unterschiedlich in ihren Bedürfnissen, Erfahrungen, Interessen und Möglichkeiten. Wir gehen nicht davon aus, dass sich die Kinder und Jugendlichen an unsere Institution anpassen müssen, sondern dass wir uns so agil auf die Kinder einstellen, dass wir jedem und jeder das bieten können, was sie wachsen lässt.

Alle Prozesse werden aus der Sicht der Kinder gesehen, die genau wie ihre Eltern intensiv beteiligt werden.

Jahrgangsmischung

Durch eine Jahrgangsmischung wird die Heterogenität der Lerngruppen so gesteigert, dass allen Beteiligten klar wird, dass die Anforderungen und Methoden des Lernens höchst individuell sein müssen. Wir sprechen daher von Stufen, in denen die Kinder der herkömmlichen Klassen 1-3,  4 - 6, 7 - 9 und 10 - 13 zusammen in einer Gruppe arbeiten.

Je nach individueller Entwicklung können die Kinder und Jugendlichen in diesen Stufen zwei, drei oder vier Jahre verweilen, bevor sie in die nächste Stufe wechseln. So wird die Beschämung vor einem Sitzenbleiben vermieden, die Kinder lernen in den Stufen zu einem großen Teil von- und miteinander.

Individuelle Lernzeiten

Das Lernen in der Gruppe ist wichtig, weil es auf die Arbeitswelt vorbereitet und Konfliktlösungen und Aushandlungsprozesse in einer festen Gruppe erfahrbar macht. Die Gruppe darf aber die unterschiedlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten Einzelner nicht behindern. Lernen findet nicht nur in der Schule statt, sondern im Leben, in unserem Fall im Dorf.

So ist es bei uns völlig normal und alltäglich, dass die einen Kinder in ihrer Gruppe in der Schule lernen und andere Kinder und Jugendliche Forschungen, Auslandsaufenthalte oder Praktika außerhalb der Schule machen. So, wie sie es gerade brauchen.

Lernen mit Spaß: Individuell und im Team

Die Hirnforschung und unsere allgemeine Lebenserfahrung zeigen: Nachhaltiges Lernen geht nur mit Spaß, Wohlbefinden und intrinsischer Motivation. Lernen unter Angst für die nächste Prüfung macht keinen Sinn. In unserer Gesellschaft kommt es auf die individuelle Leistung, stärker aber noch auf die Ergebnisse von Teams an. Wir wollen beides initiieren und fördern.

Individuelle Gelingensnachweise

Statt klassischer Klassenarbeiten und Prüfungen steht die Beschreibung der individuellen Lernentwicklung im Vordergrund. Die Leistungen können auf unterschiedlichen Niveaus, zu unterschiedlichen Zeiten und mit den unterschiedlichsten Methoden erfüllt und nachgewiesen werden. Die Präsentation in der Gruppe spielt dabei immer eine wichtige Rolle.

Alle Abschlüsse

Alle Kinder und Jugendlichen sollten unser Lerndorf bis zum Ende der Klasse 10 besuchen. Mit dem Abschluss dieser Klasse können sie dann die Abschlüsse der Förderschule, der Haupt- oder Realschule erhalten oder die Berechtigung, in unsere oder eine andere Oberstufe einzutreten mit dem Ziel, das Abitur zu erwerben. Gleichzeitig sollte aber auch der schulische - und teilweise auch der praktische - Teil einer Lehre abgeschlossen werden können.

Grundsätzlich gilt, dass der Erwerb von Abschlüssen so lange wie möglich offengehalten wird, weil sich Kinder oft gerade im Endspurt noch heftig entwickeln können. Niemandem soll ein Abschluss verwehrt werden, weil er irgendwann einmal in einen falschen Schulzweig eingeordnet wurde.

Teamarbeit

Das Lerndorf organisiert sich in flachen Hierarchien. Auf allen Ebenen, von den Kindern bis zur Leitungsebene und zum Trägerverein arbeiten Teams, die in ihrem Bereich Verantwortung übernehmen, dafür aber auch weitgehende Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit haben. Das erhöht die Identifikation mit dem Lerndorf und steigert das Engagement. Kinder sehen und erleben, dass die Erwachsenen das vorleben, was sie von ihnen erwarten. Zur Verantwortungs- und Vertrauenskultur gehört auch eine Fehlerkultur, die Fehler nicht rot markiert, sondern als Lernfeld betrachtet. Alle Teams definieren sich über ihre gemeinsame Aufgabe, stehen aber miteinander so in Verbindung, dass sich daraus eine gemeinsame Identität, eine gemeinsame Haltung ergibt. 

Die unten aufgeführten Teams sind nur Beispiele, die diese Teamstruktur illustrieren sollen

Multiprofessionelle Teams

In der gleichberechtigten Kollaboration unterschiedlicher Professionen gewinnt die Arbeit im Lerndorf eine neue Qualität. So wie in einem Dorf die unterschiedlichsten Berufe zusammenarbeiten, so ergänzen sich in unserem Lerndorf Erzieherinnen, Grund-, Haupt-, Realschul-, Gymnasial-oder Förderschullehrer und -lehrerinnen, Handwerker, Psychologen, Krankenschwestern, Ergotherapeuten, Gärtner und Imker, Rentner und Rentnerinnen, Studierende und viele andere mehr, um dem Auftrag gerecht zu werden, die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu begleiten.

Leitungsteam

Die Leitungsebene ist konsequent kollegial und kollaborativ aufgestellt. Sie leitet das Lerndorf als Ganzes in all ihren Unterteams. Wichtige Entscheidungen werden erst nach Rückkopplung mit allen Betroffenen getroffen. Transparenz und Partizipation sind unabdingbare Merkmale von Führungshandeln.

Lernteams

Die Kinder und Jugendlichen lernen und leben von der Kinderstube bis zum Abschluss in Teams. Ziel ihrer Arbeit sind immer Produkte, für die sie ihre individuellen Stärken einbringen können. In den Teams lernen die Kinder mit- und voneinander. Die Erwachsenen geben Inputs und coachen die Entwicklung der Gruppen und der einzelnen Kinder. Die Teams bilden jeweils die Heterogenität der Gesellschaft ab.

Zukunft mit Tradition

Auf dem historischen Gelände, auf dem 1856 Matthias Christian Rabbethge den Grundstein für die heutige KWS SAAT SE legte, entsteht ein innovativer Bildungscampus. Denkmalgeschützte Industriegebäude werden zu lebendigen Lernorten.

Der Campus verbindet diese historischen Häuser mit neuen, nachhaltigen Neubauten und bleibt offen zum Dorf und zur umgebenden Landschaft: die Giesecke-Villa für die Grundstufe, das historische Verwaltungsgebäude für die älteren Jahrgänge, die Lagerhallen als Werkstätten und ein Kita-Neubau für die Jüngsten. Die Lernräume passen sich in die historischen Gebäude ein. Moderne Pädagogik mit einem Hauch von Hogwarts.
Die wertvollen jahrzehntealten Räume signalisieren: 
"Bildung ist uns etwas wert."

Das ehemalige Gelände der Zuckerfabrik

Das weitläufige Areal der einstigen Zuckerfabrik wird zum Campus des Lerndorfs – seine Gebäude zu Lern- und Begegnungsorten. Besonders geeignet sind die Speicher als Raum für Werkstätten, in denen die Kinder des Lerndorfes mit den Erwachsenen des Dorfes und denen der Kooperationspartner zusammentreffen. Möglich und gewünscht wären hier: Bäckerei und Küche, Imkerei, Holz- und Metallwerkstatt, Theater, Musik und Tanz, Kunst, Robotik, Naturwissenschaften, Makerspace, Café, Jugendtreff, Bücherstube, Schulmuseum und viele andere.

Die Lerncluster

Die denkmalgeschützte Giesecke-Villa wird schrittweise zum Lern- und Lebensort der Grundstufe (Stufe 1–3). Im Ausbau bietet sie Platz für mehrere Lerngruppen:
Räume für ganze Lerngruppen, dazu viele Ecken und Zimmer zum Forschen, Entdecken, Spielen und Lesen. Lernen im Denkmal – Staunen über die Vergangenheit und Lust auf Zukunft. Die Sanierung erhält die historische Substanz und macht sie für eine zeitgemäße Pädagogik nutzbar.

Die allgemeinen Lernräume werden in Clustern organisiert, die je nach Bedarf erweitert werden können. Jedes Cluster besteht aus 3 Gruppenräumen, einem allgemeinen Bereich, kleineren Teilgruppenräumen und einem Bereich für die Erwachsenen.  Diese Cluster bieten Arbeits- und Lebensraum für jeweils 3 Gruppen und insgesamt je 70 Kinder und die entsprechenden Lehrerteams in beliebiger Zusammensetzung. Je nach Akzeptanz der Schule und Nachfrage der Eltern können weitere Cluster aufgestellt werden. Sie bieten Heimat und Schutzraum für die Kinder und Arbeitsplatz für die Erwachsenen. Neben analogen Materialien sind die Cluster digital mit WLAN und Flachbildschirmen zur Präsentation ausgestattet. Die Arbeitsmöglichkeiten sind sowohl auf die Gruppenarbeit als auch auf die individuelle Arbeit ausgerichtet.

Fahrplan - Eine Frage des Geldes

Die Realisierung des Lerndorfes hängt vor allem an der Finanzierung. Wir starten voraussichtlich am 1. August 2027 mit zwei jahrgangsübergreifenden Lerngruppen – der Grundstufe (1–3) und der Lerngruppe 4–5 – in den zuerst nutzbaren Räumen unseres Campus. Welches der historischen Gebäude den Start trägt, stimmen wir derzeit mit Denkmalschutz und Bauamt ab. Die Kita (Krippe, Kindergarten, Hort) folgt im dritten Betriebsjahr, da sie als Neubau errichtet werden muss. Jahr für Jahr wächst das Lerndorf um einen weiteren Jahrgang; der Vollausbau bis Klasse 13 ist für das Schuljahr 2034/35 geplant. In den ersten drei Betriebsjahren erhält das Lerndorf keine staatliche Finanzhilfe – diese setzt erst ab dem vierten Betriebsjahr (Schuljahr 2030/31) ein. Bis dahin tragen Schulgeld (sozial gestaffelt), Spenden, Fördermittel und das Engagement der Gesellschafter den Aufbau. Wer das Lerndorf jetzt unterstützt, macht diesen Start möglich.

Lerngruppen 1–3

Die Villa

Die Villa ist das Zuhause der jüngsten Schulkinder. In ihren großzügigen, lichtdurchfluteten Räumen lernen die Lerngruppen 1–3 in einem geschützten, überschaubaren Umfeld — nah an der Kita, gut erreichbar für Eltern.

Die Räume laden zur Bewegung ein: offene Flure zum Bauen und Spielen, Ateliers für Kunst und Werken, ein Vorleseraum, kleine Rückzugsnischen. Die historische Substanz des Gebäudes macht es zu einem Ort mit Charakter, den Kinder als ihren eigenen erleben.

Die Lernbegleiter der Grundstufe haben hier ihren festen Teambereich. Elterngespräche finden in unmittelbarer Nähe statt.

Kita ab 3. Betriebsjahr

Neubau Kita

Die Kita entsteht als Neubau auf dem Campus — und ist von Beginn an als Teil des Lerndorfes gedacht, nicht als eigenständige Institution. Sie teilt die Haltung, die Bezugspersonen, den Außenraum.

Der fließende Übergang zwischen Kita und Grundstufe — ohne festen Einschulungstermin, ohne Beziehungsabbruch — beginnt räumlich: Die Kita liegt neben der Villa, Kinder kennen die älteren Lerngruppen und ihre Begleiter schon lange, bevor sie offiziell „in die Schule" kommen.

Der Neubau folgt ökologischen Bauprinzipien und wird selbst zum Lerngegenstand: Energieversorgung, Materialien, Begrünung — alles erfahrbar, alles erklärbar.

Zeitplan: Die Kita startet voraussichtlich im 3. Betriebsjahr (Schuljahr 2029/30). Planungsbeginn Neubau ab 2028.

Lerngruppen 4–13

Das Verwaltungsgebäude

Das größte Gebäude auf dem Campus wird im Zuge des Ausbaus zum Zuhause der Lerngruppen 4–13 — dem Kern der Gemeinschaftsschule. Die erste Lerngruppe 4–5 startet zunächst gemeinsam mit der Grundstufe und zieht später hierher. Hier verbringen Kinder und Jugendliche den größten Teil ihrer Bildungsbiografie.

Gruppenräume, Cluster-Struktur, Leitungsteam

Das Gebäude wird in Cluster organisiert: Je drei Gruppenräume, ein offener Gemeinschaftsbereich und kleinere Teilgruppenräume bilden eine Einheit für rund 70 Kinder und ihr Team. Mehrere Cluster können im Gebäude eingerichtet werden.

Im Erdgeschoss: Verwaltung, Geschäftsführung, Beratungsräume und die Pädagogische Koordination, die Pädiko. Die klare räumliche Trennung zwischen Lernbereich und Verwaltung gibt Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Orientierung.

Alle Räume sind hell, flexibel möbliert und digital ausgestattet — WLAN, Präsentationsflächen, Zugang zur digitalen Lernplattform. Die Raumgestaltung entwickeln Kinder und Jugendliche aktiv mit.

„Wir sprechen von Stufen, nicht von Klassen. Die Kinder lernen in den Stufen zu einem großen Teil von- und miteinander — das braucht Räume, die das ermöglichen.“
Praxis & Produktion

Speicher: Werkstätten & Labore

Die Lagerhallen auf dem Campus werden zu echten Praxisorten umgebaut — keine Schulräume, sondern Werkstätten, in denen Kinder mit Handwerkern, Künstlern und Wissenschaftlern zusammenarbeiten. Das ist kein Nachmittags-AG-Betrieb, sondern gleichberechtigter Lernort.

Holz & Metall

Echte Werkzeuge, echte Materialien, echte Produkte. Kinder und Jugendliche arbeiten mit Handwerkern aus der Region zusammen.

Naturwissenschaften & Labor

Experimentieren, messen, forschen. In Kooperation mit der OVGU und lokalen Betrieben entstehen hier Verbindungen zwischen Schule und Wissenschaft.

Digital & Maker

Robotik, 3D-Druck, Programmierung, KI — ein Makerspace, der sowohl analoge Neugier als auch digitale Souveränität fördert.

Kunst, Musik & Theater

Proberaum, Bühne, Atelier. Kreatives Arbeiten hat im Lerndorf denselben Stellenwert wie Mathematik.

Küche & Bäckerei

Kochen und Backen als Lernort: Ernährung, Chemie, Gemeinschaft — und das Mittagessen entsteht hier.

Imkerei & Natur

Imkerei, Schulgarten, Kompost: Zusammenarbeit mit der älteren Generation, die ihre Erfahrungen direkt weitergeben.

Draußen lernen & leben

Der Park

Der Park ist kein Schulhof. Er verbindet alle Gebäude des Campus, lädt zum Verweilen ein und ist zugleich Lernort, Bewegungsraum und Schulgarten.

Chillen, Bewegen, Wachsen

Bewegung: Fest installierte Geräte, eine Spieleausgabe und Freiflächen für Fußball, Klettern, Laufen. Kinder und Jugendliche aller Stufen nutzen den Park gemeinsam — das ist gewollt.

Rückzug: Schattenplätze, Sitznischen, ruhige Ecken zum Lesen, Gespräch führen, Nichtstun. Auch das ist Lernen.

Schulgarten: Beete, Kompost, Gewächshaus — bewirtschaftet von Kindern und Jugendlichen, begleitet von Erwachsenen aus dem Dorf. Erntezeit ist Gemeinschaftszeit.

Offen und rücksichtsvoll: Der Park ist Lernort und zugleich ein Ort für das Dorf. Wir öffnen ihn Schritt für Schritt und mit festen, verlässlichen Zeiten – aus Rücksicht auf unsere Nachbarn und die Umgebung.

Dicke Bretter sind zu bohren

Jetzt mitmachen!

Unsere Ziele sind äußerst anspruchsvoll, bedeutet es doch, das Beste aus den Erfahrungen unterschiedlichster Institutionen zusammenzuführen und die Zersplitterung der deutschen Bildungslandschaft aufzuheben. Dies können wir nur mit einer breiten Beteiligung unterschiedlichster Menschen erreichen.